Das Ende ist nah, mein Kind.
Ich werde zu dir kommen.
Unser Schicksal ist eins.
Ich werde kommen, und
wenn ich dich finde, wird
die ganze Welt tanzen.
Erscheinungsjahr: 2011
Verlag: cbj
Seiten: 460
1. Teil einer Trilogie
Auf dieses wunderbare Buch stieß ich
durch Zufall beim Herumstöbern in einer Bücherei. Als erstes fiel
mir das fantasievolle Cover ins Auge und auch die Story versprach
Gutes, was sich erfreulicherweise während des Lesens bestätigte.
Die Geschwister Kate, Michael und Emma werden als unvermittelbar
eingestuft von Waisenhaus zu Waisenhaus geschickt, nachdem ihre
Eltern an Weihnachten vor 10 Jahren spurlos verschwanden. Nun führt
sie ihre Reise nach Cambridge Falls und ins riesige Haus von Dr. Pym,
in dem sie die einzigen Kinder zu sein scheinen. Doch bevor sie sich
überhaupt richtig einleben können, geht das Abenteuer auch schon
los. In einem ungenutzten Arbeitszimmer im Keller des Hauses finden
die Kinder ein altes Buch, durch das sie ungewollt in die
Vergangenheit reisen. Dort steht es schlecht um Cambridge Falls. Eine
Frau namens die Gräfin lässt die Männer der Stadt, auf der Suche
nach einem sehr mächtigen Gegenstand, hart unter Tage arbeiten und
hat als Druckmittel deren Kinder gefangen genommen. Kate, Michael und
Emma möchten die Kinder um jeden Preis befreien und müssen bald
erkennen, dass ihre Rolle noch viel tiefer reicht, als sie selber
jemals gedacht hätten.
John Stephens ist mit „Emerald“ ein
wunderbarer Start für seine „Chroniken vom Anbeginn“-Trilogie
gelungen. Den Leser erwartet eine gut durchdachte und tiefgehende
Story mit teilweise verschiedenen Handlungssträngen, die sich aber
nach einer gewissen Zeit wieder vereinen. Dadurch hat man das Gefühl,
immer hautnah bei den wichtigsten Ereignissen dabei zu sein und
nichts zu verpassen. Das Buch hält weiterhin einige Überraschungen
und Wendungen bereit, die den Spannungsbogen noch zusätzlich
verstärken. Was das Buch aber wirklich besonders macht, sind die
starken Bindungen zwischen den Charakteren. Im Zentrum stehen Kate,
Michael und Emma, die durch das Verschwinden ihrer Eltern früh auf
sich allein gestellt waren und durch ihre Erfahrungen in diversen
Waisenhäusern schnell gelernt haben, sich nur auf sich selber zu
verlassen. Diese gemeinsame Stärke ist im gesamten Buch
allgegenwärtig, ohne ins Kitschige zu verfallen, was mich an einigen
Stellen wirklich sehr gerührt hat. Die Gestaltung der
Nebencharaktere ist ebenfalls sehr gut gelungen und lässt die
magische Welt mit ihren teils grausigen Kreaturen lebensecht und
vielschichtig wirken.
Fazit:
Das Buch „Emerald“ führt den Leser
in eine magische Welt, ohne dabei abgedroschene Klischees bemühen zu
müssen. Die Story ist gut durchdacht und abwechslungsreich, was die
Spannung konsequent hoch hält. Die Charaktere sind liebevoll
gestaltet und wachsen einem sehr schnell ans Herz.

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